Zucht

Die Tragezeit (Schwangerschaft) der Fähe beträgt ziemlich genau 42 Tage. Ein Tag über den Geburtstermin kann bereits gefährlich werden. Sollte die Geburt nicht am geplanten Tag stattfinden, muss auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht werden. Sollten keine Welpen geboren werden, kann es sich entweder um eine Scheinträchtigkeit handeln oder es gab Komplikationen. Zirka drei bis vier Tage vor dem errechneten Entbindungstermin legt man etwas frisches Nistmaterial in das Schlafhäuschen der Fähe. Das können Baumwolltücher, ein Bettlaken oder eine Babydecke sein. Normalerweise läuft die Geburt problemlos ab und die Fähe erledigt alles alleine, eine Geburt kann drei bis vier Stunden dauern. Kurz bevor es losgeht wird die Fähe kaum noch etwas fressen oder sich bewegen, aber dafür sehr viel trinken. Eine Geburt findet meistens in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden statt.Sobald die Geburt abgeschlossen ist, wird die Fähe sie säubern, die Nabelschnur durchtrennen und die bei der Geburt entstehende Nachgeburt auffressen. Nach der Geburt sollte das Nest unbedingt auf Totgeburten und herumliegender Nachgeburt untersucht und davon gereinigt werden.

Der einzelne Wurf kann zwischen zwei bis zwölf Welpen stark sein, der Wurfdurchschnitt liegt bei ungefähr sechs Welpen.

Die Welpen sind unmittelbar nach der Geburt nicht wesentlich größer als der Daumen eines erwachsenen Menschen, sind also ca. fünf bis zehn Zentimeter lang und wiegen sechs bis zehn Gramm. Sie sind nur leicht weiß behaart, sodass man ihre rosafarbene Haut sehen kann. Sie sind nicht nur blind, sondern auch absolut taub. An der Stelle wo die Augen sind erkennt man dunkle Pigmentierungen, bei Albinos fehlen diese Pigmente. Das Geschlecht ist äußerlich schon sehr deutlich erkennbar. 

Durch Belecken des Bauches fordert die Mutter die Welpen zur Urin- und Kotabgabe auf. Diese Ausscheidungen werden bis zur zweiten Lebenswoche von der Mutter aufgefressen. 

Die regelmäßigen Kontrollen der Welpen, darunter zählen u.a. Gewichtskontrollen sind von nun an sehr wichtig. Welpen sollten eine kontinuierliche Gewichtszunahme in ihrer Entwicklung zeigen. Bei Gewichtsabnahme muss unter Umständen mit einer Zufütterung begonnen werden. Eine passende Katzenaufzuchtsmilch (Pulverform) gibt es beim Tierarzt, zum Zufüttern eignen sich am besten 1 ml oder 5 ml Einwegspritzen ohne Kanülen. Des Weiteren sollte immer kontrolliert werden ob die Welpen Kot absetzen, trinken und einen munteren Eindruck machen.

Nach 5 Tagen sollte sich das Gewicht der Welpen verdoppelt haben. Die Augen sind immer deutlicher als dunkle Pigmentflecken zu sehen, die Ohrläppchen heben sich weiter vom Körper ab und die Bewegungen wirken gezielter.

So nach 10 Tagen haben die Welpen ihren Geruchssinn ausgebildet, sie nehmen bereits die Gerüche der Mutterfähe und ihrer Umgebung wahr.

Die Eckzähne vom Milchgebiss brechen so nach 14 Tagen durch und das Gewicht der Welpen hat sich um das sechsfache bis siebenfache vermehrt.

3 Tage später(17. Tag) brechen die Backenzähne vom Milchgebiss durch. Der Gehörgang öffnet sich und die Welpen hören ihre ersten Geräusche. Die Zeichnung des Haarkleides wird immer deutlicher. Ab diesem Zeitpunkt probieren die Welpen bereits festes Futter und die Wurfgeschwister werden intensiver wahrgenommen. 

Etwa nach der dritten Woche kann man den Welpen mindestens dreimal täglich einen Welpenbrei anbieten, damit wird die Fähe etwas entlastet.

So nach 28 Tagen werden die Welpen ihre Augen öffnen. Sobald sie sehen können werden die Erkundungstouren um das Nest herum immer größer. Ab jetzt wird bereits Futter in nahe Verstecke gebunkert. Beim Spiel mit den Geschwistern lernen die Welpen wichtige Ausdrucksmöglichkeiten der Körpersprache kennen.

Das Milchgebiss und die Fellfarbe der Welpen sind nach 35 Tagen komplett, diese kann sich allerdings noch stark verändern. Die Spielereien und somit ihre Lernstunden werden immer intensiver. Die Welpen erkundigen immer weiter ihre Umgebung. Ab jetzt sind die Analdrüsen der Welpen komplett ausgebildet und funktionstüchtig.

Das Milchgebiss wird so um den 42. Tag durch das bleibende Gebiss ersetzt. Ab diesem Zeitpunkt fängt die Mutterfähe an ihre Welpen zu entwöhnen, diese suchen häufiger eigene Schlafplätze aus. Während der ganzen Zeit bringt die Fähe ihrem Wurf eine soziale Grundbasis, Körpersprache und Lautsprache bei. Die Welpen übernehmen viele Eigenarten der Mutterfähe.

Im Zeitraum zwischen Woche 6 und 8 werden  die Welpen noch mal vom Tierarzt untersucht. Eine Entwurmung  ist nun auch wichtig. Ab der siebten Woche beginnt der Zahnwechsel vom Milchgebiss in das Dauergebiss.

So ab der 10. Woche können die Welpen von der Mutterfähe und den Geschwistern getrennt werden und zu den neuen Frettchen-Eltern ziehen.

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